Einweihung des Marterls in Stenzengreith

Die Einweihung des neu errichteten Marterls auf dem Grundstück von Herrn Richard Altmann.
Da beim alten Marterl das Holz bereits stark abgemorscht und die Schrift nicht mehr lesbar war, wurde von der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht, Ortseinsatzstelle Weiz in Zusammenarbeit mit dem Grundbesitzer ein neues Marterl errichtet. Das Marterl wurde von Höferbach kommend vor dem Abgang zum Mühlgraben in der Gemeinde Gutenberg-Stenzengreith aufgestellt. Zahlreiche Besucher nahmen an der von Herrn Pfarrer Mario Offenbacher durchgeführten Einweihung teil.
Gleich neben dem Marterl führt auch der neu adaptierte Stenzengreither Themenweg sowie der Wanderwerg Nr. 765 zur Raabklamm vorbei.
Inschrift des Marterls:
"Herr Johann Harrer vlg. Bockhoflehrer -Grundbesitzer in Stenzengreith Nr. 27, ist bereits im Jahr 1898 von Bockhof kommend, auf dem Kirchgang nach St. Radegund im 40. Lebensjahr an einem Herzschlag verstorben."
Von der Pfarre St. Radegund wird alle Jahre eine besinnliche Wanderung von St. Radegund über Willersdorf-Stockheim (Gasthaus Kreuzwirt) - Höferbach, also am neu errichteten Marterl, bis zur Loreto-Kapelle nach Gutenberg durchgeführt. Auch einige Bewohner der Pfarre von Kumberg nehmen alljährlich am Loretofest teil und marschieren von Kumberg bis zur Loretokapelle, um anschließend am großen Kirchenfest teilzunehmen. Das kirchliche Fest findet jedes Jahr am 1. Sonntag im Juli statt. Je nach Witterung nehmen alljährlich viele hunderte Menschen am Loretofest teil. Die Kapelle wurde 1691 als Zeichen des Katholizismus von Sigmund von Stubenberg erbaut und nach dem gleichnamigen italienischen Wallfahrtsort Maria Loreto umbenannt. Im Jahr 1991 wurde die Kapelle anlässlich der 300 Jahrfeier restauriert und stellt in ihrer Art in der Region eine Besonderheit dar. Die Loretokapelle wird auch von den Raabklammwanderern als Andacht der Stille zur Einkehr benützt.
@ Franz Schlögl
Ortseinsatzleiter der Berg- und Naturwacht
Ortseinsatzstelle Weiz
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Franz Schlögl