Derheilige Josef

Der Josefweg in Kumberg verdankt ihm seinen Namen: dem heiligen Josef in der Kainberger Kapelle. Ursprünglich stand die 150 Zentimeter hohe Statue aus Aflenzer Sandstein am Friedhof. Pfarrer Anton Wagner hatte sie bei einem der bekanntesten steirischen Bildhauer seiner Zeit, Jakob Gschiel, in Auftrag gegeben. Ein Sockel mit der Inschrift „Hl. Joseph, steh mir bei, dass mein Tod ein guter sei“ verdeutlichte Wagners Absicht: Der hl. Joseph als Patron der Sterbenden soll der Hüter des Gottesackers sein, überliefert dazu die Pfarrchronik.
Die Statue wurde später an die Familie Wimpffen abgegeben. Aufgestellt wurde sie in Kainberg bald nach dem Zweiten Weltkrieg von den Schlosseigentümern aus Dankbarkeit dafür, dass sie die sowjetische Besatzung 1945 unbeschadet an Leib und Leben überstanden hatten. Der heutige Eigentümer von Kainberg, Franz Wimpffen, lässt Statue und Kapelle heuer grundlegend renovieren und beweist damit einmal mehr seine Verbundenheit mit der Religion, der Kultur, der Tradition und mit den Kumberger Besonderheiten.
Bernhard Reismann