Gschwendter Pestkreuz

Nicht ganz bis in die Zeit der Reformation und „gewaltsamen Rekatholisierung“ zurück, aber doch bis in das späte 17. Jahrhundert führt uns das Gschwendter Pestkreuz, an der Abzweigung des Wanderweges 3 von der Gschwendterstraße gelegen. Pestkreuze wurden aus Dankbarkeit nach dem Ende der Seuche errichtet, oder stehen an Plätzen, an denen Pesttote begraben wurden. „Unser“ Pestkreuz, eines von dreien im Pfarrgebiet, entstand wohl bald nach der schweren Epidemie 1679/80. Dieser rund drei Meter hohe, kräftige Pfeilerbildstock mit Putzfeldern weist eine Rechtecknische an der Straßenseite und drei Rundbogennischen im oberen Teil auf. Dieser wird durch ein profiliertes Gesims vom unteren Teil getrennt. Das angedeutete Pyramidendach wird von einem dreiarmigen Metallkreuz gekrönt.
In den oberen Nischen finden sich Malereien, die die Heiligen Georg und Hubertus darstellen, also keine typischen Pestheiligen. Die dritte, mittlerweile sehr stark verwitterte Malerei dürfte die Muttergottes zeigen. Die letzte Renovierung führte 1986 der ÖKB-Ortsverband Kumberg durch.
Bernhard Reismann